Hier bekennen wir Farbe!

Im Internet haben Halbwissen und Flüsterpost ihre ganz persönliche Superlative gefunden. So kursieren zu nahezu jedem Thema, die unterschiedlichsten Geschichten, Erfahrungsberichte, Meinungen und Mythen. Ebenso zu Dachbeschichtungen und manchmal glaube ich, vor allem zu Dachbeschichtungen. Aus diesem Grund verzichten wir an dieser Stelle auf eine kurze, begeisternde Präsentation die Sie zum kaufen animiert und geben Ihnen fachfundierte Antworten auf die wichtigsten Fragen.

 

 

Benötige ich eine Dachbeschichtung?

 

Das liegt ganz an Ihnen und Ihren Prioritäten. Reicht Ihnen ein funktionales Dach, das Sie vor Wind und Wetter schützt, dann NEIN. Legen Sie aber auch wert auf ein ansehnliches Erscheinungsbild, dann könnte es im weiteren interessant für Sie werden.



Was ist eigentlich eine Dachbeschichtung?

 

Bei einer Dachbeschichtung wird meist eine diffusionsoffene Acrylfarbe auf die vorhandene Dacheindeckung aufgetragen. Der Farbwahl sind dabei keine Grenzen gesetzt. Sie dient primär der optischen Aufwertung, dämmt aber auch den Moosbewuchs ein und verhindert das aussanden von Betondachsteinen. Neuheiten aus der Farbindustrie versprechen sogar wärmedämmend zu sein und bis zu 40% Einsparungen im Energieverbrauch. Näheres dazu finden Sie demnächst in unserm Blog.

 

Sind Dachbeschichtungen umweltgefährdend?


Ja und Nein, das trifft aber auf so ziemlich alle Farben und Lacke zu. Es gibt Farben auf Lösungsmittelbasis und es gibt Farben auf Wasserbasis, letztere gilt als umweltverträglicher und wird in der Regel auch von den meisten Fachbetrieben und auch von uns bevorzugt. Im großen und ganzen gilt: Die Herstellung von Farben, Lacken und Beschichtungen ist in Deutschland streng reglementiert, sodass ein relativ gute Umweltverträglichkeit gewährleistet sind. Dennoch raten wir davon ab, gebrauchte Pinsel im Fischteich auszuwaschen.

Wann lohnt sich eine Dachbeschichtung?

 

Es ist anzumerken, dass es sich bei einer Dachbeschichtung hauptsächlich um eine kosmetische Maßnahme handelt. Kaputte Ziegel oder eine marode Dachlattung können durch ein beschichtetes Dach niemals wett gemacht werden. Aus diesem Grund ist ein Dachcheck vor einer Dachbeschichtung auch unerlässlich. Das wohl häufigste Ausschlusskriterium sind aber keine Wartungsstaus, Mängel oder Undichtigkeiten sondern der verbaute Stand der Technik. Wenn keine Unterspannbahn im Dachaufbau vorhanden ist, wird Ihnen kein seriöser Betrieb das Dach mittels Hochdruck reinigen und beschichten.

In solchen Fällen, hat das Dach auch in der Regel schon seine besten Zeiten hinter sich und eine Dachsanierung wird eher auf kurz als auf lang erforderlich.


Ist Ihr Dach jedoch technisch in Ordnung und nur optisch nicht mehr sehr ansehnlich, dann ist eine Dachbeschichtung die bessere Alternative zu einer neuen Dacheindeckung. Nur weil Ihr Neuwagen schon nach kurzer Zeit dreckig und verkratzt ist, kaufen Sie sich ja auch nicht direkt einen neuen.

Auch bei Hausverkäufen macht sich ein strahlendes Dach recht gut. Erfahrungswerte zeigen, dass mit einer neuen Dachbeschichtung in einigen Fällen fünfstellig höhere Verkaufspreise erzielt werden konnten.

Die größten Mythen

Wird mein Dach durch eine Dachbeschichtung zu Sondermüll?   

 

"Solange die Farbe nicht getrocknet ist, ja. Nach dem trocknen kann sie inklusive Ziegel als Bauschutt entsorgt werden."

 

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Verhindert die Beschichtung eine ausreichende Belüftung der Dachsubstanz und fördert Schimmel?

 

"Sofern niemand auf die Idee kam, Ihr Dach mit einer Latexfarbe für Sanitärräume oder ähnlichem zu beschichten, können Sie nun aufatmen, Ihr Dach tut es dank diffusionsoffener Farbe auch."

 

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Hällt die Beschichtung nur wenige Jahre weil das Dach arbeitet?

 

"Es gibt viele, meist in der Verarbeitung liegende Gründe, warum eine Beschichtung nach wenigen Jahren abblättert, Blasen wirft, Risse bekommt oder sich abwäscht. "Weil das Dach arbeitet" gehört auf jeden Fall nicht dazu.